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Der Schlüssel dreht durch? Ursachen, Sofortlösungen & Kosten

27. November 2025

Es ist eine der frustrierendsten Situationen im Alltag: Sie stecken den Schlüssel ins Schloss, drehen ihn – und drehen und drehen... Der Schlüssel dreht einfach durch, ohne dass sich die Tür öffnet. Doch was steckt dahinter, und was können Sie tun? Hier erklären wir die häufigsten Ursachen, zeigen und sagen Ihnen, wann Sie einen Profi wie den Schlüsseldienst Moritz benötigen. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie das Problem in Zukunft vermeiden.

Warum dreht der Schlüssel durch? Die häufigsten Ursachen

Wenn der Schlüssel im Schloss durchdreht, findet er keinen Halt mehr, um den Öffnungsmechanismus zu betätigen. Die Gründe dafür lassen sich aber meist auf wenige Hauptursachen zurückführen.

Defektes Einsteckschloss oder Schließzylinder

Der mit Abstand häufigste Grund ist ein kaputtes Einsteckschloss oder ein defekter Schließzylinder. 

Das Einsteckschloss (auch „Buntbartschloss“ genannt) ist der klassische Türverschluss, den man in den meisten Haus- und Wohnungstüren findet. Im Inneren arbeiten Stifte, Zuhaltungen und eine Schließnase zusammen, die durch den Schlüssel in die richtige Position gebracht werden. Wenn einer dieser Mechanismen versagt, dreht der Schlüssel durch, ohne die Tür zu entriegeln. Durch jahrelange Nutzung nutzen sich die Stifte ab oder brechen sogar ab. Ohne intakte Stifte kann der Schlüssel die Zuhaltungen nicht mehr korrekt anheben – er dreht sich einfach im Leeren. 

 

Auch eine defekte Schließnase kann der Grund sein: Die Schließnase ist das Bauteil, das den Riegel bewegt. Ist sie abgebrochen oder verschlissen, dreht der Schlüssel zwar, aber der Riegel bleibt in Position. Moderne Schließzylinder enthalten außerdem eine kleine Feder, die den Schlüssel in die richtige Position drückt. Ist diese Feder defekt, „rutscht“ der Schlüssel durch, ohne den Mechanismus zu betätigen.

 

Besonders anfällig sind ältere Schlösser oder billige Nachbauten, die schneller verschleißen. Auch Feuchtigkeit führt zu schnellerer Abnutzung. 

 

Ein defektes Einsteckschloss lässt sich nicht reparieren – es muss ausgetauscht werden. Ein Fachmann kann Ihnen sagen, ob nur der Schließzylinder (der Teil, in den der Schlüssel gesteckt wird) oder das komplette Schloss gewechselt werden muss.

Verschmutzung oder falsche Schmierung

Schlösser sind präzise Mechaniken, die schon durch kleine Verunreinigungen gestört werden können. Staub, Schmutz oder alte Schmiermittel können sich im Inneren ansammeln und die Beweglichkeit der Stifte und Zuhaltungen einschränken. Das Ergebnis: Der Schlüssel dreht sich, ohne den Mechanismus zu betätigen – er „schleift“ nur noch durch das Schloss. 

 

Besonders bei Außentüren (z. B. Haustüren oder Garagentore) sammelt sich mit der Zeit Schmutz im Schloss an. Viele Nutzer greifen zu Hausmitteln wie Speiseöl, Vaseline oder WD-40, um ein quietschendes Schloss zu „reparieren“. Das Problem: Speiseöl verharzt mit der Zeit und zieht Staub an. WD-40 ist kein Schmiermittel, sondern ein Lösemittel – es löst zwar kurzfristig Rost, schmiert aber nicht nachhaltig und kann die Mechanik sogar angreifen. Wenn das Schloss über Jahre hinweg mit Haushaltsöl, WD-40 oder Fett geschmiert wurde, kann dieses verharzen und die Mechanik verkleben. Verwenden Sie stattdessen Graphitpulver oder Silikonspray – diese Mittel schmieren langanhaltend, ohne Rückstände zu hinterlassen.

 

Bei Schlössern, die Feuchtigkeit ausgesetzt sind (z. B. Kellertüren), bildet sich auch oft Rost, der die Stifte blockiert.

Verbogener oder beschädigter Schlüssel

Ein verbogener Schlüssel passt nicht mehr exakt in die Zuhaltungen des Schlosses. Statt den Mechanismus zu betätigen, gleitet er nur noch durch die Stifte hindurch. Durch unsanftes Drehen, Stürze oder Gewalteinwirkung (z. B. wenn die Tür zugeschlagen wird) kann sich der Schlüssel verbiegen. Selbst eine minimale Verbiegung reicht aus, um die Passgenauigkeit zu stören. Billige Schlüsselkopien (z. B. aus dem Baumarkt) sind oft ungenau gefräst und passen nicht perfekt. Das führt dazu, dass der Schlüssel nicht richtig greift.

Probieren Sie daher immer zuerst einen zweiten Schlüssel aus, falls vorhanden.

Mechanische Probleme: Tür oder Schloss verzogen

Manchmal liegt das Problem nicht am Schlüssel oder Schloss, sondern an der Tür selbst. Eine verzogene Tür, ein lockeres Schlossblech oder ein falsch eingestellter Türrahmen können dazu führen, dass der Riegel nicht mehr richtig greift. Der Schlüssel dreht sich zwar, aber die Tür bleibt trotzdem zu.

 

Durch (z. B. Hitze im Sommer, Kälte im Winter) oder Feuchtigkeit kann sich das Türblatt verformen. Dadurch sitzt der Riegel nicht mehr richtig im Schloss. Wenn die Schrauben, die das Schloss im Türblatt halten, locker sind, kann sich der Schließzylinder verschieben. Der Schlüssel dreht dann „ins Leere“. Das Blech, in das der Riegel einrastet, kann sich mit der Zeit ebenfalls verschieben. Wenn der Riegel nicht mehr exakt trifft, blockiert die Tür. Manchmal steckt auch ein Fremdkörper (z. B. ein Stein oder ein Stück Holz) im Riegelschloss und verhindert, dass sich der Riegel bewegt. 

Defekte Kupplung im Profilzylinder

Bei modernen Schlössern kann auch die Kupplung im Profilzylinder verschlissen sein. Diese Kupplung verbindet den Schlüssel mit dem Öffnungsmechanismus. Ist sie defekt, dreht der Schlüssel zwar, aber der Riegel wird nicht betätigt – ähnlich wie bei einer durchgerutschten Autokupplung.

So erkennen Sie einen defekten Profilzylinder:

  • Der Schlüssel lässt sich leicht und ohne Widerstand drehen, aber die Tür öffnet sich nicht.
  • Beim Drehen ist ein leises Schleifgeräusch zu hören – ein Zeichen dafür, dass die Kupplung „durchrutscht“.
  • Das Problem tritt plötzlich auf, ohne dass der Schlüssel vorher schwergängig war

Ein defekter Profilzylinder lässt sich nicht reparieren, er muss ausgetauscht werden. Der Wechsel ist meist einfach und günstig. Ein Fachmann kann Ihnen auch hochwertige Alternativen (z. B. mit Aufbohrschutz) empfehlen, die länger halten.

Weitere seltene, aber mögliche Ursachen

Bei elektronischen Schlössern (z. B. mit Fingerabdruck oder Code) kann ein leerer Akku, ein Defekt der Elektronik oder ein Softwarefehler dazu führen, dass der mechanische Notschlüssel durchdreht. In diesem Fall hilft oft nur ein Reset oder der Austausch der Batterien. 

 

In seltenen Fällen wurde das Schloss absichtlich manipuliert (z. B. durch Einbrecher, die versucht haben, es aufzubohren). Zeichen dafür sind Kratzer oder Bohrlöcher am Schloss. 

 

Manchmal kann auch extremes Wetter das Schloss verziehen: Bei Frost kann sich das Schloss zusammenziehen, sodass der Schlüssel nicht mehr passt. Bei Hitze (z. B. im Sommer) dehnt sich das Metall aus – der Schlüssel dreht durch, weil die Stifte nicht mehr exakt sitzen. Bei Frost hilft Entfroster-Spray (kein WD-40!), bei Hitze abwarten, bis sich das Material wieder zusammenzieht.

Was tun, wenn der Schlüssel durchdreht? 

Erste Checks durchführen

Gehen Sie systematisch vor:

  • Probieren Sie einen Ersatzschlüssel aus, falls vorhanden. Funktioniert dieser, liegt das Problem am ersten Schlüssel (z. B. Verbiegung oder Abnutzung).
  • Prüfen Sie die Tür: Drücken oder ziehen Sie leicht an der Tür, während Sie den Schlüssel drehen. Manchmal klemmt nur der Riegel, und ein kleiner Druck löst das Problem.
  • Schloss von außen besichtigen: Gibt es sichtbare Beschädigungen, Rost oder Verformungen?

Schloss reinigen und schmieren

Falls Verschmutzung die Ursache ist, können Sie versuchen, das Schloss zu reinigen:

  • Sprühreiniger (z. B. Kontaktspray oder spezielles Schloss-Pflegespray) in das Schlüsselloch sprühen.
  • Mehrmals drehen: Stecken Sie den Schlüssel mehrmals ein und aus, um den Schmutz zu lösen.
  • Nachschmieren: Tragen Sie Graphitpulver oder Silikonspray (kein Haushaltsöl!) auf den Schlüssel auf und führen Sie ihn mehrmals ins Schloss ein. Das löst leichte Blockaden und schmiert die Mechanik.

Achtung: Verwenden Sie kein WD-40 – es löst zwar kurzfristig Rost, zieht aber Staub an und verschlimmert das Problem langfristig.

Schloss oder Zylinder austauschen

Wenn Reinigung und Schmierung nicht helfen, ist das Schloss wahrscheinlich defekt und muss ausgetauscht werden.

  1. Schrauben lösen: Entfernen Sie die Schrauben, die das Schloss im Türblatt halten (meist von innen sichtbar).
  2. Alten Zylinder entfernen: Ziehen Sie den Schließzylinder heraus. Bei manchen Modellen muss vorher die Schraube an der Türkante gelöst werden.
  3. Neuen Zylinder einsetzen: Setzen Sie den neuen Zylinder ein und befestigen Sie ihn mit den Schrauben. Achten Sie darauf, dass er bündig sitzt.
  4. Funktion prüfen: Testen Sie den neuen Schlüssel mehrmals, um sicherzugehen, dass alles einwandfrei funktioniert.

Tipp: Kaufen Sie einen (z. B. von ABUS, KESO oder EVVA), um langfristige Probleme zu vermeiden.

Wann Sie einen Schlüsseldienst rufen sollten

Nicht jeder kann oder möchte ein Schloss selbst wechseln. In diesen Fällen ist ein Schlüsseldienst die beste Wahl:

  • Sie haben keinen Ersatzschlüssel und kommen nicht in die Wohnung.
  • Das Schloss ist komplett blockiert oder der Schlüssel steckt fest.
  • Sie trauen sich den Austausch nicht zu (z. B. bei Sicherheitsschlössern oder Mehrfachverriegelungen).
  • Es handelt sich um ein oder eine Schließanlage.

Ein seriöser Schlüsseldienst wie Schlüsseldienst Moritz öffnet die Tür zerstörungsfrei, tauscht das Schloss aus und berät Sie zu sicheren Alternativen. Die Kosten dafür liegen je nach Aufwand zwischen 50 und 180 Euro – an Wochenenden oder nachts können Zuschläge anfallen.

Kosten im Überblick: Was kostet die Reparatur?

LeistungKosten (ca.)Hinweise

Wichtig: Seriöse Schlüsseldienste nennen Ihnen vorab einen Festpreis und verlangen keine überteuerten „Notfallzuschläge“. Achten Sie auf transparente Angebote und vermeiden Sie Anbieter, die nur Barzahlung akzeptieren oder keine Rechnung ausstellen.

Vorbeugung: So vermeiden Sie, dass der Schlüssel durchdreht

Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie die Lebensdauer Ihres Schlosses deutlich verlängern:

Regelmäßige Wartung

  • 1–2 Mal pro Jahr das Schloss mit Graphitpulver oder Silikonspray schmieren.
  • Reinigen Sie das Schloss von Staub und Schmutz, besonders nach Bauarbeiten oder bei Außentüren.
  • Prüfen Sie die Tür: Stellen Sie sicher, dass sie nicht verzogen ist und der Riegel sauber einrastet.

Richtige Handhabung

  • Keine Gewalt anwenden: Drehen Sie den Schlüssel nicht mit übermäßiger Kraft – das beschädigt die Mechanik.
  • Ersatzschlüssel bereithalten: Bewahren Sie einen zweiten Schlüssel bei Vertrauenspersonen oder in einem Safe auf.
  • Qualitative Schlüsselkopien anfertigen lassen – billige Nachbauten passen oft nicht perfekt.

Auf Qualität achten

  • Investieren Sie in hochwertige Schlösser (z. B. mit Sicherheitszertifikat nach DIN oder VdS).
  • Tauschen Sie alte Schlösser nach 10–15 Jahren aus, auch wenn sie noch funktionieren.

Fazit: Schnell handeln, richtig reparieren

Ein Schlüssel, der durchdreht, ist kein Grund zur Panik – in den meisten Fällen lässt sich das Problem mit ein paar Handgriffen lösen. Zusammengefasst:

  1. Erst prüfen: Ersatzschlüssel, Türstellung, sichtbare Schäden.
  2. Reinigen und schmieren: Bei leichten Blockaden hilft oft schon Pflegespray.
  3. Schloss wechseln: Bei Defekten ist ein Austausch die sicherste Lösung.
  4. Profi rufen: Bei Unsicherheit oder komplexen Schlössern hilft ein Schlüsseldienst schnell und sicher.

Brauchen Sie sofort Hilfe? Der Schlüsseldienst Moritz ist 24/7 für Sie da – schnell, fair und mit transparenter Preisgarantie.

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